Wochenendüberblick - 4. und 5. September 2010
Stahlkonzerne wollen erneut die Preise erhöhen - Handelsblatt
Die führenden Stahlhersteller in Europa wollen Anfang Oktober
ihre Verkaufspreise deutlich erhöhen. Vor allem Kunden aus den Branchen
Automobil- und Maschinenbau seien betroffen. Wie ein Manager des
Stahlkonzerns Arcelor Mittal gegenüber dem "Handelsblatt"
(Montagausgabe) sagte, plant das Unternehmen eine Preiserhöhung für das
wichtige Vorprodukt Warmbreitband um 5% auf rund 620 EUR/Tonne. Auch die
Mitbewerber ThyssenKrupp und Salzgitter würden dem Beispiel folgen, so
die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die Stahlhersteller
begründen die neuerlichen Preisanhebungen mit der starken Verteuerung
der Rohstoffpreise.
Lufthansa plant für 2010 wieder Dividendenzahlung - BöZ
Die Deutsche Lufthansa ist operativ auf Erholungskurs und
stellt den Aktionären für das laufende Geschäftsjahr die Wiederaufnahme
einer Dividendenzahlung in Aussicht. Dies sagte Finanzvorstand Stephan
Gemkow in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung/BöZ". Für das
Verlustjahr 2009 hatte die Fluggesellschaft die Ausschüttung ausfallen
lassen. Ergebnisträger des Konzerns sei das Langstrecken-Geschäft,
"Hebel" für eine positive Entwicklung im wichtigsten Geschäftsfeld
Passagierverkehr sei dabei die Tochter Swiss. "Ob die Lufthansa Passage
selbst auch schwarze Zahlen schreiben kann, lässt sich zu diesem
Zeitpunkt noch nicht sagen", so Gemkow.
RWE-CEO dementiert Pläne zur Einfluss-Kürzung kommunaler Aktionäre
RWE plant keine Aufspaltung des Versorger-Bereichs in eine
deutsche und eine internationale Sparte, so CEO Jürgen Grossmann in
einem Interview mit "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung/FASZ". Auch
solle den kommunalen Anteilseignern kein stärkeres Mitspracherecht im
nationalen Geschäft eingeräumt werden, wenn diese gleichzeitig die
Kontrolle bei Auslandsaktivitäten aufgeben. "Ich freue mich über die
kommunalen Aktionäre der RWE, die mit einer Sperrminorität am gesamten
Konzern beteiligt sind", so Grossmann. Dies solle noch lange so bleiben.
Vodafone plant Ablösung von CEO - Zeitung
Der Vodafone-CEO John Bond bereitet seinen Rücktritt vor,
berichtet die "Sunday Times" ohne Angabe von Quellen. Laut der Zeitung
wurde die Personalberaterin Anna Mann damit beauftragt einen Nachfolger
zu suchen. Als Kandidat wird unter anderem Roger Carr, Chairman des
Energieunternehmens Centrica genannt, heißt es in dem Bericht. Vodafone
wollte sich auf Anfrage nicht an den Presse-Spekulationen beteiligen
GM plant Börsengang nach US-Kongresswahlen im November - Zeitung
Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) wird laut einem
Zeitungsbericht erst nach der US-Kongresswahl im November an die Börse
zurückkehren. GM warte die Wahlen am 2. November ab und absolviere den
Börsengang womöglich Mitte November, berichtete die Zeitung "The Detroit
News" am Samstag auf ihrer Webseite. Der Preis der Aktie solle am 17.
November festgelegt werden, der Börsengang am nächsten Tag erfolgen,
sagte dem Bericht zufolge ein Analyst unter Berufung auf "verschiedene
Quellen".
US-Justiz untersucht Reihenfolge von Suchergebnissen bei Google
Nach mehreren Beschwerden von Wettbewerbern untersucht die
US-Justiz nun die Reihenfolge der Suchergebnisse beim Internet-Konzern
Google. "An uns ist kürzlich die Staatsanwaltschaft von Texas
herangetreten, die die Position von Google bei den Wettbewerbsrechten
untersucht", schrieb der stellvertretende Chef-Jurist Don Harrison am
Freitag in einem Blog des US-Unternehmens. Er zeigte sich überzeugt,
alle Fragen der Behörden beantworten zu können, "weil wir überzeugt
sind, dass Google im besten Interesse seiner Nutzer handelt".
Ehemaliger Hewlett-Packard-CEO könnte zu Oracle gehen - Zeitung
Der frühere CEO von Hewlett-Packard, Mark Hurd, steht in
Verhandlungen über eine Tätigkeit im Management von Oracle. Dies
berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit dem Vorgang
vertraute Personen. Hurd und Oracle befänden sich in Gesprächen. Die
genaue Position von Hurd sei aber noch unklar, heißt es in dem Bericht
weiter. Zudem müsse der Vorstand von Oracle einem Engagement noch
zustimmen. Larry Ellison solle aber Oracle-CEO bleiben, so die Zeitung.
Samsung rechnet für 2011 mit Investitionen von 30 Bill KRW
Der südkoreanische Chip-Hersteller Samsung Electronics Co.
plant für das 2011 Investitionen in Höhe von 30 Bill KRW (25,58 Mrd
USD). "Es ist schwierig für 2011 einen klaren Plan vorzugeben, aber wir
planen Investitionen von rund 30 Bill KRW", sagte CEO Choi Gee-sung am
Freitag gegenüber Reportern auf der Konsum-Elektronik-Messe IFA. Damit
sollen die bestehenden Bereiche ausgebaut und neue Bereiche erschlossen
werden. Für 2010 rechnet Samsung mit Investitionen in Höhe von 26 Bill
KRW.
Suzuki plant Bau einer dritten Auto-Fabrik in Indien - Nikkei
Die Suzuki Motor Corp plant den Bau einer dritten Auto-Fabrik
in Indien. Die Produktionsstätte soll frühestens 2013 fertiggestellt
sein und eine jährliche Kapazität von rund 250.000 Fahrzeugen haben,
berichtet die japanische Zeitung "Nikkei" unter Berufung auf
Unternehmenskreise am Samstag. Damit würde sich die Kapazität von Suzuki
in Indien auf rund 1,7 Mio Fahrzeuge erhöhen.
Franz. Finanzminister schließt Steuererhöhungen unter Sarkozy aus
Der französische Finanzminister Francois Baroin hat
Steuer-Erhöhungen während der Amtszeit von Präsident Nicolas Sarkozy
ausgeschlossen. "So lange Nicolas Sarkozy Präsident ist, wird es keine
Steuer-Erhöhungen geben", so Baroin in einem Interview mit dem
französischen Fernsehsender "France 2" am Sonntag.
Italien droht mit Veto gegen Handelsabkommen mit Südkorea - Zeitung
Die italienische Regierung hat damit gedroht, gegen das
Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea bei der Ratifizierung
am 10. September ihr Veto einzulegen, berichtet die italienische Zeitung
"Il Sole-24 Ore" in ihrer Sonntagsausgabe. Demnach drängt Italien
darauf, dass die Klauseln bezüglich der Auto-Industrie modifiziert
werden, da sonst Nachteile für die italienische Automobil-Industrie
befürchtet werden. Frankreich und Deutschland seien ebenfalls besorgt
über mögliche negative Auswirkungen auf ihre Automobil-Industrien.
EU plant neue Regeln für Derivate und "Short-Selling" im September
Die Europäische Union will am 15. September neue Regeln für
den Handel mit Derivaten und das "Short-Selling" bekannt geben, sagte
der EU-Kommissar für Finanzdienstleistungen, Michel Barnier, am Samstag.
Die Regeln zielten auf eine stärkere Transparenz im Derivate-Handel
durch eine verbindliche Registrierung. Weitere Details wollte der
EU-Kommissar vor der Bekanntgabe der neuen Regeln nicht nennen.
Trichet: Deutsche Konjunktur könnte Modell für Nachbarn sein - Zeitung
Das deutsche Konjunktur-Modell könnte ein Vorbild für die
europäischen Nachbarländer sein, so der Präsident der Europäischen
Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, in einem Interview mit der
französischen Zeitung "Le Figaro" (Samstagausgabe). "Den
Produktionskosten eine sehr hohe Aufmerksamkeit zu schenken und zudem
Reformen für eine flexiblere Konjunktur einzuleiten könnte ein Beispiel
für die deutschen Nachbarstaaten sein", sagte Trichet. Die starke
Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland sei das Ergebnis dieser
Bemühungen.
DJG/ros/sch







