Pressespiegel - Konjunktur/Zentralbanken - 2. September 2010
FINANZAUFSICHT - Die EU will ihre neue Finanzaufsicht nun doch mit wichtigen Befugnissen ausstatten. In Krisensituationen dürfen die drei neuen EU-Aufsichtsbehörden für Banken, Versicherungen und Börsen künftig direkt Weisungen an Finanzinstitute und Märkte erteilen. Ein entsprechender Kompromiss zeichnet sich in den Verhandlungen zwischen Europaparlament und EU-Finanzministerrat ab. (Handelsblatt S. 13)
ENERGIEPOLITIK - Die Debatte über längere Laufzeiten für Kernkraftwerke wird zu eng geführt, sagte der Bundesumweltminister Norbert Röttgen in einem Interview. Der kräftige Ausbau der erneuerbaren Energien gelingt nur, wenn viele Häuser energetisch saniert werden und auch der Verkehr umgestellt wird, sagte er. (FAZ S. 12)
PHARMAINDUSTRIE - Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler will Pharmaunternehmen zur Rechenschaft ziehen, die das Arzneimittel-Sparpaket der Regierungskoalition unterlaufen. Sein Ministerium plant dazu eine Sonderabgabe, die tricksende Konzerne empfindlich treffen soll, heißt es. (Süddeutsche Zeitung S. 17)
INTERNETKRIMINALITÄT - Jedes vierte Unternehmen in Deutschland war in den vergangenen drei Jahren schon Opfer von Computerkriminalität, berichtet die Wirtschaftsberatungsgesellschaft KPMG. Täter sind oft die eigenen Mitarbeiter. (Welt S. 9)
STADTWERKE - Die Stadtwerke fordern einen Ausgleich für eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke. Sie haben ein detailliertes Konzept entwickelt, mit dem die Kernkraftwerksbetreiber zu einer Kompensation verpflichtet werden sollen. (Handelsblatt S. 14)
BANKEN - Systemrelevante Großbanken müssen nach Meinung des obersten deutschen Bankenaufsehers Jochen Sanio umfassender reguliert werden. Für ihre Überwachung reicht die Einhaltung künftig strengerer Mindeststandards gemäß Baseler Eigenkapitalregeln nicht aus. Im Vordergrund solle ein verschärfter Stresstest stehen. (Börsen-Zeitung S. 1)
DJG/pi/mle/isj







