Überblick am Mittag - Konjunktur/Zentralbanken - 7. September 2010

07.09.10, 13:44 Uhr       

Deutscher Auftragseingang sinkt im Juli unerwartet

Der deutsche Auftragseingang ist im Juli unerwartet gesunken, zudem fiel der Rückgang recht kräftig aus. Wie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) am Dienstag auf der Basis vorläufiger Daten mitteilte, gingen die Bestellungen gegenüber dem Vormonat preis- und saisonbereinigt um 2,2% gegenüber dem Vormonat zurück. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg um 0,4% erwartet.

HWWI erhöht deutsche BIP-Prognose 2010 auf +3,4%

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland erhöht und rechnet nun für 2010 mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes um 3,4%. Bislang war nur ein Zuwachs um 1,5% prognostiziert worden. Wie aus der HWWI-Konjunkturprognose weiter hervorgeht, erwartet das Institut auch für 2011 nun ein höheres Wachstum von plus 2,5%; zunächst war ein Plus von 1,6% in Aussicht gestellt worden.

BGA verdoppelt Jahresprognose für Umsatz im deutschen Großhandel

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) hat seine Umsatzprognose für den Großhandel verdoppelt. "Konkret rechnet der BGA im laufenden Jahr 2010 für den Großhandel mit einem verbesserten Umsatzwachstum von rund 10% nominal und real um 6,5%", sagte BGA-Präsident Anton F. Börner in Berlin bei der Vorstellung der aktuellen Befragung der Großhandelsunternehmen des Verbandes.

WSJ: Banken-Stresstests zeigen nicht die ganze Wahrheit

Die kürzlich bei europäischen Banken durchgeführten Stresstests zeigen laut einer Studie des "Wall Street Journal" (WSJ) nicht das ganze Bild über das Engagement der Banken in Staatsanleihen verschuldeter europäischer Länder. Etliche Banken haben kein so umfassendes Bild vom Umfang der von ihnen gehaltenen Bonds geliefert wie von den Behörden behauptet.

Bini Smaghi: Globale Probleme global lösen

Lorenzo Bini Smaghi, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB), hat sich für ein international abgestimmten Vorgehen bei der Meisterung der Finanzkrise und bei der Schaffung eines neuen Regelwerks für die Finanzmärkte ausgesprochen. "Die wichtigste Lehre aus der Krise ist, dass globale Probleme globale Lösungen erfordern", sagte der Währungshüter laut vorab verbreitetem Redetext in Peking.

Griechenlands Jahresteuerung verharrt im August bei 5,5%

Die griechische Jahresteuerung ist im August konstant geblieben. Der Verbraucherpreisindex lag wie im Juli um 5,5% über dem Vorjahresniveau, wie die Statistikbehörde des Landes mitteilte. Gegenüber dem Vormonat sanken die Verbraucherpreise um 0,7% nach minus 0,5% im Juli.

Österreichs Handelsbilanzdefizit verringert sich im Juni

Das österreichische Handelsbilanzdefizit hat sich im Juni gegenüber dem Vormonat verringert. Wie Statistik Austria mitteilte, betrug der Negativsaldo der Handelsbilanz im Juni nur noch 0,24 Mrd EUR, verglichen mit 0,31 Mrd EUR im Mai.

EZB entzieht Geldmarkt wie geplant 61 Mrd EUR

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat dem Geldmarkt des Euroraums wie beabsichtigt 61 Mrd EUR im Rahmen eines siebentägigen Refinanzierungsgeschäfts entzogen. Wie die EZB bereits am Montag mitgeteilt hatte, entspricht das allen bis zum 3. September abgewickelten Transaktionen im Rahmen des Wertpapierkaufprogramms (SMP).

EZB teilt bei Haupt-Refi-Tender 153,655 Mrd EUR zu

Beim einwöchigen Hauptrefinanzierungsgeschäft hat die Europäische Zentralbank (EZB) 153,655 Mrd EUR zum Festzinssatz von 1,00% zugeteilt. Damit wurden die Gebote von 111 Instituten voll bedient. Wie die EZB weiter mitteilte, belief sich die aktualisierte Schätzung der autonomen Faktoren für den Liquiditätsbedarf auf 351,7 (349,0) Mrd EUR.

EZB teilt bei 35-tägigem Repo-Geschäft 37,903 Mrd EUR zu

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrem Refinanzierungsgeschäft mit einer Laufzeit von 35 Tagen 37,903 Mrd EUR zugeteilt. Damit wurden die Gebote von 27 Instituten voll bedient, wie die EZB mitteilte. Der Tender hat einen Festzins von 1,00%.

Nutzung der EZB-Einlagenfazilität steigt

Die Nutzung der Einlagenfazilität der Europäischen Zentralbank (EZB) ist per 6. September gestiegen. Wie die EZB mitteilte, deponierten Banken in der mit 0,25% verzinsten Fazilität 129,129 (zuvor: 122,440) Mrd EUR. Die Ausleihungen aus der mit 1,75% verzinsten Spitzenrefinanzierungsfazilität beliefen sich auf 11 (3) Mio EUR.

Bund schreibt Bundesschatzanweisungen über 6 Mrd EUR aus

Der Bund hat wie bereits im Emissionskalender angekündigt eine Aufstockung der zweijährigen Bundesschatzanweisungen mit einem Kupon von 0,75% ausgeschrieben. Angestrebt werde bei dem Tenderverfahren ein Emissionsvolumen von 6 Mrd EUR, teilte die Deutsche Bundesbank weiter mit.

Bund schreibt Aufstockung für inflationsindexierte Anleihe aus

Das Bundesfinanzministerium hat wie angekündigt für die inflationsindexierte Bundesanleihe 2006/2016 mit einem Kupon von 1,50% und einem derzeitigen Volumen von 13,00 Mrd EUR einen Aufstockungstender mit einem angestrebten Volumen von 2 Mrd EUR ausgeschrieben. 

DJG/kth/dok

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