Apple verdient dank iPhone und iPad glänzend
CUPERTINO (Dow Jones)--Apple hat im dritten Geschäftsquartal 2009/10 dank seiner Erfolgsprodukte "iPhone" und "iPad" die Erwartungen mal wieder übertroffen. Das Nettoergebnis kletterte nach Angaben des Computerkonzerns vom Dienstagabend um 78% auf 3,25 Mrd USD, das Ergebnis je Aktie lag bei 3,51 USD. (Foto: ddp)
Für das laufende vierte Quartal rechnet der Konzern mit Sitz in Cupertino im US-Bundesstaat Kalifornien mit einem Gewinn je Aktie von 3,44 USD und Erlösen von rund 18 Mrd USD. Bislang hatten die Beobachter mit einem Umsatz von 16,9 Mrd USD und einem Ergebnis je Aktie von 3,81 USD gerechnet. Die Aktie gewinnt im nachbörslichen Handel 2,9% auf 259,25 USD.
"Es war ein phänomenales Quartal, das unsere Erwartungen übertroffen hat, inklusive der erfolgreichsten Produkteinführung in der Unternehmensgeschichte von Apple mit dem iPhone 4", sagte CEO Steve Jobs während einer Telefonkonferenz. Das iPad, das im abgelaufenen Quartal neu auf den Markt kam, wurde 3,27 Millionen Mal verkauft. Vom iPhone gingen 8,4 Millionen Stück über die Ladentheke und damit 61% mehr als im Vorjahr.
"Nach wie vor verkaufen wir die beiden Produkte fast schneller als wir sie herstellen können", fügte COO Tim Cook mit Blick auf das iPhone und iPad hinzu. "Wir haben immer noch höhere Lieferzeiten als uns lieb ist und wir arbeiten Tag und Nacht daran, das in den Griff zu bekommen", sagte der Manager weiter. "Im Großen und Ganzen ist das natürlich ein Problem, das ein Konzern noch gerne hat", so Cook weiter.
Im vergangenen Quartal erhöhte Apple die Zahl der abgesetzten Macintosh-Computer um 33% auf 3,47 Millionen. Einer der treibenden Faktoren sei hier das US-Bildungssegment gewesen, erklärte Apple und wies darauf hin, dass so eine Rekordzahl von Rechnern abgesetzt worden sei. Vom iPhone gingen 8,4 Millionen Stück über die Ladentheke und damit 61% mehr als im Vorjahr. Die Nachfrage nach iPods ließ allerdings nach; der Verkauf des Geräts ging auf 9,4 Millionen von 10,2 Millionen im Vorquartal zurück. Im Musikgeschäft erhöhte Apple den Umsatz im iTunes Store auf 1,2 Mrd von 958 Mio USD.
Einen Wermutstropfen machten Beobachter allerdings beim Ergebnis von Apple aus: Die Bruttomarge ermäßigte sich in dem Zeitraum auf 39,1% von 40,9% im Vorjahr. Analysten erklärten dies mit der Produkteinführung des iPad. "Sehr positiv bei Apple ist, dass sich der Erfolg des iPad bisher nicht negativ auf das alte Kerngeschäft auswirkt. Das Geschäftsmodell ist intakt", sagte Brian Marshall, Analyst bei Gleacher & Co.
Webseite: www.apple.com
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