Wall Street uneinheitlich - Industriesektor stützt DJIA

18.03.10, 22:00 Uhr       

Börse - NEW YORK_2009-04-19_118_(c) SchneiderNEW YORK (Dow Jones)--Der Streit um die Reform des Gesundheitswesens und strengere Vorschriften für die Banken in den USA hat die Aktienkurse an Wall Street am Donnerstag zwischen positivem und negativem Terrain hin und her schwanken lassen. Zwischenzeitlich überschatteten Gerüchte das Geschehen, die US-Notenbank werde ihren Diskontsatz kurzfristig erhöhen. Der überraschend gut ausgefallene Philadelphia Fed Index gab vor allem dem Industriegütersektor Auftrieb. (Foto: Schneider)



Am Ende einer volatilen Sitzung stieg der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte um 0,4% bzw 46 Punkte auf 10.779. Der S&P-500 schloss kaum verändert bei 1.166 Punkten. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,1% bzw 2 Punkte auf 2.391. Das Umsatzvolumen betrug 925 Mio (Mittwoch: 1,02 Mrd) Aktien. Kursgewinne verzeichneten 1.283 Titel, während 1.746 Verlierer gezählt wurden und 119 Titel unverändert schlossen.

Unter den Konjunkturdaten des Tages setzte nur der Philadelphia Fed Index Akzente. Die übrigen Daten zu den Verbraucherpreisen, den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und der Leistungsbilanz entsprachen entweder exakt den Erwartungen oder wichen nur geringfügig davon ab.

Die Gerüchte um den Diskontsatz der Notenbank ließen den Dollar aufwerten. Darunter litt wiederum der Ölpreis, weshalb Aktien von Rohstoff- und Energieunternehmen unter Druck gerieten. Alcoa fielen um 1,1% auf 14,30 USD. Die Aktien der Ölkonzerne im DJIA drehten kurz vor Handelsschluss noch knapp ins Plus. Chevron stiegen um 0,1% auf 74,76 USD und Exxon Mobil um 0,03 USD auf 67,39 USD.

Gefragt waren Titel des Industriegütersektors wie DuPont, die um 1,6% auf 37,07 USD zulegten. Boeing gewannen 2,1% auf 70,87 USD und 3M legten um 1,8% auf 83,67 USD zu.

Finanzwerte litten unter der politischen Debatte um eine Änderung der regulatorischen Vorschriften. Bank of America fielen um 1,1% auf 17,08 USD und J.P. Morgan um 0,3% auf 43,64 USD.

Pfizer schlossen um 0,1% höher bei 17,23 USD. Das Unternehmen hat sich im Bieterstreit um Ratiopharm nicht durchgesetzt. Vielmehr ist Teva bei dem Generikahersteller zum Zuge gekommen. Teva stiegen um 3,5% auf 62,01 USD. J.P. Morgan lobte die Akquisition durch Teva, aber auch die finanzielle Disziplin Pfizers. Teva wird nach Meinung der Analysten stärker von der Übernahme profitieren als Pfizer, der sich aber andere Akquisitionsmöglichkeiten bieten dürften.

Nike profitierten von den am Vortag nach Börsenschluss veröffentlichten Geschäftszahlen, die besser ausfielen als erwartet. Die Aktien des Sportartikelherstellers gewannen 5,3% auf 74,66 USD.
 DJG/DJN/cln 

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