Beiersdorf will stärker als der Markt wachsen
HAMBURG (Dow Jones)--Die Beiersdorf AG will in den kommenden Jahren aus eigener Kraft stärker als der Markt wachsen und die EBIT-Umsatzrendite steigern. Für die Herausforderungen der Zukunft sieht sich der Vorstand mit Verweis auf die starken Marken des Konzerns, die hohe Innovationsrate und die Finanzstruktur gut aufgestellt. (Foto: Beiersdorf)
Am Markt kamen diese Aussagen relativ gut an. Der Kurs der Aktie stellte sich in einem insgesamt leichteren Gesamtmarkt bis 9.34 Uhr mit einem Plus von 0,2% auf 45,35 EUR.
Im Bereich Consumer legt der Hamburger DAX-Konzern sein besonderes Augenmerk weiterhin auf China, Russland und Brasilien. Hier sieht der Vorstand gute Chancen, die Marktanteile in den kommenden Jahren "deutlich" zu steigern. Vor allem in China sollen hohe Investitionen den Umsatz der Haarpflege- und Stylingmarken wachsen lassen.
Die Marktposition der kleineren Sparte tesa wird nach weiteren Angaben des Vorstands "stabil" bleiben. Begründet wurde dies mit den vielen Innovationen und den hohen Investitionen in Entwicklung, Produktion und Vermarktung. Investitionsprojekte sollen mit großer Intensität weitergeführt werden. Die im abgelaufenen Jahr wegen der Auswirkungen der Wirtschaftskrise eingeleiteten Maßnahmen werden nach Einschätzung des Managements Wirkung zeigen und in den nächsten Jahren zu einer Steigerung der EBIT-Umsatzrendite führen.
"Wir sind solide aufgestellt und verfügen über eine gesunde Finanzstruktur", schreibt der Vorstandsvorsitzende Thomas B. Quaas im Geschäftsbericht. Mit Blick auf das abgelaufene Jahr bekräftigte er seine frühere Einschätzung. "2009 war ein schwieriges Jahr". Beiersdorf habe sich den Auswirkungen der Wirtschaftskrise nicht entziehen können. Veränderte Rahmenbedingungen und ein verschärfter Wettbewerb hätten dazu geführt, dass die Wachstumsdynamik nicht in gewohnter Weise fortgesetzt worden sei.
Der Umsatz fiel im Konzern 2009 wechselkursbereinigt und auf vergleichbarer Basis um 0,7%. Das Nettoergebnis sank auf 374 (562) Mio EUR. Die Aktionäre will der Vorstand mit einer Dividende von 0,70 EUR bedenken. Für 2008 hatte er 0,90 EUR ausgeschüttet. Darin enthalten war ein außerordentlicher Zuschlag von 0,20 EUR. Damit beteiligte der Vorstand die Anteilseigner an den Sondererträgen aus den Veräußerungen der letzten Jahre.
Dieser Dividendenvorschlag war nach Einschätzung des WestLB-Analysten Michael Gorny vom Markt erwartet worden. Die vorgelegten endgültigen Zahlen seien "in line mit den vorläufigen Zahlen, sagte er. Beiersdorf hatte bereits im Januar Eckdaten für 2009 präsentiert. Der Analyst stuft die Beiersdorf-Aktien derzeit mit "Neutral" ein.
Webseite: www.beiersdorf.de
- Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires,
+49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com
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