Rechtsverbindlicher Online-Brief soll rund 20 Cent kosten - WiWo
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Post AG will laut einem Magazinbericht bereits in vier Monaten das neue Produkt eines rechtsverbindlichen Online-Briefes auf den Markt bringen. (Foto: Deutsche Post)
Eine rechtsverbindliche E-Mail der Deutschen Post werde voraussichtlich rund 20 Cent kosten. Der Bonner Konzern hoffe allein im ersten Jahr auf einen dreistelligen Millionenumsatz mit dem Online-Brief, schreibt das Magazin.
Ein Post-Sprecher bekräftigte gegenüber Dow Jones Newswires frühere Aussagen wonach der Preis für den Online-Brief "rechtzeitig" vor der Markteinführung genannt wird. Die Markteinführung sei für Mitte des Jahres geplant.
Laut WiWo würde die Deutsche Post mit rund 20 Cent je Online-Brief deutlich über den geplanten Tarifen der Konkurrenz liegen. So sehe 1&1-Vorstand Jan Oetjen, verantwortlich für die E-Mail-Anbieter Web.de und GMX, den Preis für eine De-Mail eher bei unter 15 Cent. Möglich seien aber auch "einstellige Centbeträge pro De-Mail", sagte Oetjen dem Magazin. Die endgültige Preisstrategie, sagte Oetjen, habe er "aber noch nicht festgelegt".
Seit Oktober 2009 testen bereits mehrere Unternehmen wie die Deutsche Telekom AG und 1&1 in einem Pilotprojekt in Friedrichshafen am Bodensee die De-Mail. "Das System läuft stabil", sagt Oetjen.
Die Post will laut WiWo für den neuen Dienst vor allem große Versicherungen und Unternehmen gewinnen, die beispielsweise Lohnabrechnungen, Rechnungen, Policen und Tarifänderungen bislang per Brief verschicken. Dabei will die Post vor allem mit ihrer Zuverlässigkeit und Datenschutz werben.
Webseite: www.wiwo.de
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