Vor US-Zinsentscheidung kein klarer Trend an Europas Börsen
FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen finden auch am Dienstagmittag keine klare Richtung. Die Leitindizes der einzelnen Handelsplätze pendeln in mehr oder weniger engen Spannen um ihre Schlusskurse vom Montag. Nachdem der Euro-Stoxx-50 am Vortag leicht nachgegeben hatte, legt der Blue-Chip-Index gegen 12.04 Uhr um 3 Punkte auf 2.697 zu. (Foto: ddp)
An den Finanzmärkten wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank ihre Leitzinsen bestätigt. Am Morgen hat schon die Bank of Japan den Leitzins mit 0,1% bestätigt. Interessanter dürfte für Beobachter werden, ob die US-Notenbank ihre Exit-Strategie erläutert, also die Frage, wie die von der Fed den Finanzmärkten zugeführte Liquidität den Märkten wieder entzogen werden soll. Sollte das zu spät erfolgen, droht ein deutlicher Anstieg der Inflation.
Automobilsektor erholt sich von Vortagesverlusten
Auch die Sektoren tendieren uneinheitlich. Größter Gewinner ist der Automobilsektor. Hier sprechen Händler von einer technischen Erholung, nachdem der Sektor am Montag unter Abstufungen von Analysten gelitten hatte. Die Kursaufschläge reichen von 0,7% für Renault bis zu 1,5% für Peugeot-Citroen. Der Automobilsektor hatte am Montag fast 3% verloren.
Pharmawerte geben im Schnitt um 0,3% nach. GlaxoSmithKline verlieren 0,3% auf 1.176 p. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat ein Nachahmerprodukt des Migräne-Mittels "Imitrex" von GlaxoSmithKline zugelassen. "Mit dem Medikament hat das Unternehmen zuletzt einen Umsatz von rund einer Mrd USD erzielt", sagt ein Händler. Hersteller des Nachahmerprodukts ist der US-Generika-Produzent Mylan.
Spirituosenaktien gehen getrennte Wege
Diageo-Aktien steigen in London um 1,4% auf 944 p. Die Deutsche Bank hat die Papiere des Herstellers von "Vodka Smirnoff" und "Johnny Walker" auf "Kaufen" von "Halten" erhöht. Nach Einschätzung der Analysten dürfte Diageo vom Trend zum Volumenwachstum im Spirituosensektor profitieren. Die Zeit der Premiumprodukte sei hingegen vorbei, hohe Preise nur noch schwer durchzusetzen. Zum Verkauf rät die Deutsche Bank daher bei Pernod Ricard und Remy Cointreau. Pernod Ricard verlieren in Paris 1% auf 52,74 EUR und Remy Cointreau büßen 1,8% auf 27,79 EUR ein.
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